Bauwert
22. Februar 2008 | geschrieben von baufiUm den Beleihungswert eines Hauses zu ermitteln, ist der Bauwert von entscheidender Bedeutung. Er berechnet sich aus den Herstellungskosten des Gebäudes sowie den Außenanlagen.
Bei Neubauten wird der Bauwert anhand der nachgewiesenen Herstellungskosten ermittelt, hiervon wird ein Abschlag von durchschnittlich 10-20% vorgenommen. Die Höhe des Abschlages richtet sich nach den Veräußerungschancen des Objektes und ist daher regional verschieden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Anzahl der Kubikmeter umbauten Raumes mit einer festgesetzten Größe zu multiplizieren. Jede Bank verwendet hierfür spezielle Tabellen, aus denen diese Werte hervorgehen. Sie richten sich nach der Ausstattung und der Lage des Objektes.
Bei Altbauten hingegen wird der Bauwert nach dem Indexverfahren ermittelt. Als Grundlage werden die Bauwertverhältnisse aus dem Jahr 1913 genutzt und gleich 100 gesetzt. Der Baukostenindex ermöglicht hier die Anpassung an aktuelle Kostenverhältnisse. Auch hier erfolgt zumeist noch ein Risikoabschlag.
http://www.baufinanzierungslexikon.com/bauwert.php
verwandte Begriffe:
Abschlag, Außenanlagen, Baukostenindex, Bauwert, Bauwertverhältnisse, Beleihungswert, Herstellungskosten, Indexverfahren, Kostenverhältnisse, Kubikmeter, Risikoabschlag, Veräußerungschancen
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